EuroMed 2012: Mehr Zusammenarbeit beim Schutz von Kulturerbe

Schätze wie die Piazza della Signoria in Florenz sollen zukünftig besser geschütz werden. (Foto: Txllxt TxllxT, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=65305659)

Im Rahmen der zypriotischen Ratspräsidentschaft findet die 4. Internationale Euro-Mediterrane Konferenz zu Fragen des Kulturerbes in diesem Jahr in Limassol statt. Seit Montag treffen sich hier politische Entscheidungsträger, Fachleute, Studenten und Delegierte aus über 60 Ländern, um über den Schutz und die Erhaltung des Kulturerbes sowie die Zusammenarbeit auf regionaler und internationaler Ebene in diesem Bereich zu diskutieren. Dabei wurden die diesjährigen Workshops und Vorträge auch an die Ziele der zypriotischen Ratspräsidentschaft für Kulturerbe angepasst.

Sensibilisierung der Öffentlichkeit

Der zypriotische Hauptorganisator der Konferenz, Marinos Ioannides, sieht die Hauptziele der “EuroMed 2012”, vor allem in der Erarbeitung neuer Methoden und Pläne für die Zusammenarbeit auf regionaler und internationaler Ebene in den Bereichen Schutz, Konservierung und elektronische Dokumentation der Vergangenheit. Dies betrifft etwa Bücher, Zeichnungen sowie Schätze aus den Bereichen Architektur oder Archäologie. Zudem sollen kompetente Entscheidungsträger aus allen EU-Mitgliedsstaaten mobilisiert und die Öffentlichkeit sensibilisiert werden, um ihren Beitrag zum Erhalt von Kulturgut zu leisten. 

Anpassung an gesellschaftliche Veränderungen

Laut Marinos Ioannides muss die EU auf grundlegende Veränderungen, sowohl im Bereich der Umwelt als auch im gesellschaftlichen und technologischen Bereich reagieren. “Der Klimawandel, militärische Konflikte und der Eingriff des Menschen in die Umwelt, in Verbindung mit den bahnbrechenden Entwicklungen in Technologie und Gesellschaft, stellen für uns alle eine große Herausforderung dar. Aus diesem Grund ist die enge Zusammenarbeit von Fachleuten, Akademikern, Bürgern und internationalen Organisationen entscheidend für die erfolgreiche Forschung und den technischen Fortschritt im Bereich des Kulturerbes”, so Ioannides. Unter den Hauptrednern der “EuroMed 2012” befinden sich unter anderem Androulla Vassiliou, EU-Kommissarin für Bildung, Jugend, Kultur und Mehrsprachigkeit, Kishore Rao, Direktor des UNESCO-Welterbezentrums und Michael T. Jones, Leitender Rechtsberater für Technologiefragen von Google.

Neuer Rechtsrahmen

Am 3. November findet zudem ein internationales Symposium zum Thema Kulturerbe in Nikosia statt. Die Teilnehmer wollen dabei einen gesetzlichen Rahmen zum Schutz des kulturellen und archäologischen Erbes im Mittelmeerraum erarbeiten. Die Organisatoren des Symposiums halten viele aktuelle Gesetze zu diesem Thema für veraltet. Deshalb wolle man die Veranstaltung nutzen, um zu diskutieren und zu vergleichen und um herauszufinden, ob die bestehenden Gesetze in der Mittelmeerregion zufriedenstellend, modernisiert und homogen sind.

 

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